Nienaber Abriß Januar 2017

Das baulich dominante, dreiteilig in der Vorderfassade gegliederte Geschäftshaus, von der Stadt Westerstede aufgekauft, wird nun abgerissen. Zuerst von hinten, dann auch das Vordergebäude. Dazu muß die Kuhlenstraße gesperrt werden. Das Gebäude, ca. 100 Jahre alt, zieht in der Kuhlenstraße den Blick auf sich. Bildet einen interessanten Straßenraum. Das Innere, im Erdgeschoß, war ziemlich ausgehöhlt, in der Verkaufsfläche wesentlich nach hinten erweitert. Vielleicht historisch kein bedeutendes Gebäude, aber eines, das die Kuhlenstraße mit seiner gelungenen Fassade prägte. Neuplanungen, neue Gebäude haben also eine hohe Bürde. Hürde. Einen hohen Maßstab. Man spricht zwar von einem städtebaulichen Filetstück. Die Erwartungen sind also hoch. Ob die Neuplanungen an dieser Stelle dem entsprechen können, entsprechen werden, darf kritisch vorbemerkt werden. Ähnlich wie in Bad Zwischenahn verschwinden immer mehr historische Gebäude. Dabei hat man nur einen geringen Bestand. Und sehr viel Durchschnittsarchitektur modernerer Art. Städtebauliche Durchschnittsware.

 


 

 

 

 

Die Trauernden trauern mit beim Nienaberabriß