Esch

 

 

 

 

 

Ein Esch ist im Ammerland das typische Merkmal für eine alte Besiedlung, die mit der Anlage von Ackerland begann. Esch leitet sich von atisk ab, also Essen. Größte Schwierigkeit im Ammerland war die Nässe. Deshalb wurde von den germanischen Siedlern in der Regel das höchstgelegene Land als Ackerland ausgesucht, sofern nicht Ortstein die höhengünstige Lage abqualifizierte.  Die Fluren des Ammerlandes gliederten sich zunächst in Ackerland, Wiesen, Wald, Heide und Hochmoor. Dazu kam später die Weide, die heute als so typisch für die Siedlungsform erscheint, aber recht jungen Alters ist. Mit der Ackerfindung, Ackerbestellung bildete sich die Seßhaftigkeit heraus.

 

 

 

 

 

 

Halstruper Esch


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Zweiteilung in Wohnen und landwirtschaftlicher Nutzung.

 

 

 

 

 

Linsweger Esch


 

 

 

Das Linsweger Esch gehört noch den Bauern. Schön in der Landschaft erkennbar ist das Gefälle in Richtung der Strasse. In der Topographie ist also gut erkennbar, wo das Ackerland, das Esch, auf den höheren Bereichen war, und auf den niederen, Wiese und Heide. Der frühere differenzierte Blick auf das Esch, das "zeitliche Nebeneinander im räumlichen Nebeneinander" (A. Herold) ist verschwunden. Und damit auch die Ackerfluren wie die langen Acker. Man muss heute schon die Lagepläne von Carl Baasen zur Hand nehmen, um geistig ein Esch in seiner früheren Feinstrukturiertheit zu rekonstruieren. Die Realität der heutigen Bebauungsformen hat hier endgültig aufgeräumt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Westersteder / Hüllsteder Esch


 

 

Das Esch ist perdu, nun Einkaufen, Wohnen, Arbeiten, Sterben. Zu sehen ist noch deutlich, dass das Esch auf einer Anhöhe lag, die zur heutigen Ammerlandallee hin abfällt. 

 

 

 

 

 

 

Mansier Esch


 

 

 

 

Wo Mansier Esch war, ist nun Baumschule. Keine landwirtschaftliche Nutzung vorhanden. Die Baumschulisten triumphieren hier. Das Mansier Esch war in 11 Gewanne aufgeteilt: Langenackers,  

Bööken, Moorackers, Dallackers, Osterblöcke, Ackers, Lintwetel, Brüggstücke, Legeland, Kampackers, Rottstücke. Die Gewanne verteilten die Lagegunst bzw. Ungunst auf alle Hausleute, die damit ihre Äcker jeweils in Streulage hatten. Moorackers drückt die schwierigeren Bodenverhältnisse, die Nähe zum Moor aus.  Die Langenackers waren ca. 510 – 550 Meter lang, ca. 25 Meter breit. Fürs konzentrierte Pflügen eigentlich eine zu lange Strecke.  Andere Fluren waren ca. 30 - 130 Meter lang, 8-10 Meter breit. Ursprünglich hatte jeder der Hausleute einen Acker bei den Langenackers, beim Bööken, bei den Moorackers ... usw. 

 

 

 

 

 

 

Hollweger Esch


 

 

 

Das Hollweger Esch wird nun durch die Autobahn getrennt. Baumschulen, Siedlungen engen die für den Ackerbau verbleibende Restfläche weiter ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Westerloyer Eschen


 

 

 

 

Westerloy hatte zwei Eschen: Das Feldesch und das Westerloyer Esch. Die Höhenlage des Feldeschs läßt sich am besten erkennen, wenn man von Seggern aus dem Feldeschweg folgt.