Durchlässigkeit Westerstedes

Westerstede ist im Innern durchlässig. Besonders beim Alten Markt. In der Fußgängerzone der Peterstraße, der Langen Straße. Selbst der alte Friedhof bei der Petrikirche ist ein Durchgang zum Markt. Links und rechts des Rathauses gibt es schmale Gassen zum Neuen Markt. Ein Durchgang in der Langen Straße ist inzwischen abgesperrt. Aufgrund eines Brandes, der ungeklärt bliebt. Und wohl von diesem versteckten Weg ausging. Richtung der früheren Thalenweide gibt es sehr viele Durchgangsmöglichkeiten. Einen Richtung des Bahnganges. Im Urbanen eröffnen diese kleine Wege Möglichkeiten zu rückwärtigen Gebäuden, Stadtviertel zu gelangen. Zu weiterer städtischer Verdichtung. Zu verruchten Etablisements. Zu kleineren Geschäften. Das fehlt Westerstede trotz aller Durchlässigkeit. Die Wege nach hinten, nach innen versprechen weitaus mehr als sie halten können. Nicht weitere Geschäfte, Möglichkeiten werden durch die Durchgänge erreicht, sondern fast immer nur Parkplätze. Leerraum zwischen der Bebauung. Das führt die Autos zwar ans Stadtinnere heran, eröffnet aber keine besondere Urbanität. Westerstede leidet im Kern an der früheren Dörflichkeit. Es fehlt die städtische Enge, Verdichtung, Konzentration.