Brand 1815


 

Der große Ortsbrand vom 15. April 1815, dem 39 Wohnhäuser und 17 Nebengebäude zum Opfer fielen, veränderte das dörfliche, eng verbaute Gesicht Westerstedes. Amtmann von Negelein entwarf einen Wiederaufbauplan. Mit Fluchtlinien. Mit Brandschutzabstand der Gebäude. Mit einem großen Marktplatz, der für Kramermärkte nun offen war. Mit Freiflächen bei den Gebäuden, die Gewerbeausübungen möglich machen sollten. Fluchtlinie und Marktplatz sind heute noch vorhanden. Die nach 1815 errichteten Gebäude fielen aber inzwischen einer weiteren zweiten Zerstörung zum Opfer. Westerstede nahm nach 1815 einen großen Aufschwung. Wandelte sich vom Dorf, vom Dorf mit einem Kirchspiel, zu einer Kleinstadt. Dennoch blieb das Zentrum, die innere Zentralität eher schwach ausgebildet. Die vorhandene Architektur im Zentrum ist nun eher beliebig als historisch interessant. Eine Ausstellung, geschmückte Geschäftshausfenster, ein Theaterstück erinnerten an diesen großen Einschnitt in Westerstede Bauensemble und der Neugestaltung des Ortes. Der Schwarze Graf, den es nicht gab, war mehr ein Volkslustspiel denn genaue Geschichte. Mit Tanzeinlagen der Volkstanzgruppe.