OstFriesland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ammerland und OstFriesland liegen so nahe beieinander.
Trotzdem trennten die Moore die beiden Landschaften und Bevölkerungen voneinander. Nur wenige Durchgänge wie beim Aper Tief oder in die Friesische Wehde gab es. Und die waren wie das Aper Tief im Winter bei Überschwemmungen bzw. tiefem Morast kaum passierbar. Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Friesen und Ammerländern / Altenburger verstärkten das Trennende.







 

Varel







Ein Ausflug ins Friesische. Auf der alleenhaften, kleinen Strasse von Linswegerfeld in Richtung Altjührden. Ziel Varel. Eigentlich für PKW gesperrt. Als Radfahrer besteht die Hoffnung, irgendwie doch durchzukommen. Viele Absperrschilder. Aber nirgends eine Baustelle. Nur ein paar Sonntagsbaumfäller sind unterwegs. Und schlagen kahl. Auffällig ist, dass bei Strassen, die das Ammerland mit Friesland verbinden, der schlechtere Strassenzustand immer auf Seiten Frieslands zu suchen ist. Flickschusterei würde auf dieser kleinen engen Strasse doch genügen. Solange die Boßelkugel noch einigermaßen rollt. Die Fällstelle konnte prompt umradelt werden. Auf einer staubigen Strecke. Ein Schild warnte vor Strassenschäden. Es gab aber keine Strasse. Nur einen der landestypischen Nebenwege ohne Asphaltierung.



Varel hatte durch die enge kleinstädtische Bebauung, mit den dicht bebauten Straßenzügen immer einen guten Eindruck hinterlassen. Urbanität, wenn auch im kleinen Maßstab war hier spürbar. Schon der Umbau der Fußgängerzone letzten Jahres erzeugte bei der getroffenen Wahl der Pflasterung, da zu große Platten, Unbehagen, ob dieser Umbau gelingen könnte. Die Leere der Innenstadt an diesem Sonntag bestätigt dieses. Pflasterorgien. Leere Räume. Schade. Eine Industriebrache zieht heute den Blick mehr an. Auch der Bahnhof mit seinem steinernen Bahnübergang wird gern frequentiert, fotografiert. Kurios sieht das abgesperrte Bahngleis in Richtung Oldenburg aus. Der Errichtung des Jade-Weser-Tiefsee-Hafenports wird einiges geopfert.


Heute ist in Varel wohl alles in Richtung Hafen, Meer unterwegs. Die Touris im Auto oder Motorrad. Die Einheimischen oder die, die ich dafür halte, mit Rad oder zufuß. Die Restaurants sind auf der einen Seite des Hafenkanals konzentriert. Und voll. Die kleinste Kneipe auch. Wird von der anderen Straßenseite aus bedient. Ein Hinweisschild klärt auf, wie Varel aufgrund der *großen* Manntränken zur Hafenstadt im Jadebusen wurde. Wird aber von der Masse des Publikums im Abseits gelassen. Das Meer hat sich um diese Uhrzeit verzogen. Ebbe. Ist janz weit draußen. Die Windmühle ist von 1849.


Der Rückweg wird über Conneforde, Spohle gewählt. Bei Conneforde Massierung der Freizeitbader und -sonner. In Spohle wie immer der Spohler Kiosk geöffnet. Sowas findet sich selten. Eine echte dörfliche Anlaufstationen. Dann der Spohler Dorfkrug. Tagsüber leer. Abends voll. Genauso leer inzwischen der Rhododendronpark. Die Blüte ist vorbei. Kein Flower-Power-Express mit älteren Blumenmädchen zielt diesen mehr an, wie in der Hochzeit im Mai.







 

Stapeler / Lengener Moor


 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgemacht, um die Versprechungen der einheimischen Tourismusförderer zu verifizieren. Am Markplatz, in Westerstede, knapp vor dem Rathaus/Tourismusbüro, wird für einen Moorradrundfahrt geworben. Eine Karte soll nicht nötig sein. Man soll sich nur die Knotenpunkte selbst notieren. Verradeln praktisch unmöglich. Getestet, was dahinter steckt. Die Nummern der Knotenpunkte notiert. Karte daheimgelassen. Zum erstenmal nimmt man nun die Ziffern auf den Schildern am Wegerand zur Kenntnis. Über Felde, Alten Postweg, Moorburg gehts nach Hollriede. Ans Moor. Auch ins Moor? Zunächst wohl eher ums Moor herum. Zumindest um den Teil, der sich lohnt. Vom Moor übriggeblieben ist. Wenn auch nicht auf Ammerländer Seite. Ostfriesland. Südliches Ostfriesland. Südlichstes Ostfriesland? Der Weg wird schmal. Ungeteert. Wo bleibt das Moor? Ist es abhand gekommen? Wird man auch hier nur drumherumgeführt? Wo man ins Moor könnte, ist es verboten. Von der staatlichen Moorverwaltung. Man will endlich mal gierig schmatzende Geräusche unter den Fußsohlen hören. So wie man sich halt als nicht im Flachland Geborener einen Moor grausig, verschluckend, vorstellt.

 

 

Endlich. Ein Schild. Das nun wirklich auch zum Moor hin führt. Das Stapeler Moor. Man möchte direkt hineinspringen. Gucken, wie man wieder herauskommt. Aber man wird auf Wege geleitet. Feste Wege. Drumherum beeindruckendes Moor. Libellen überall. Ausgerechnet hier mußte man eine Stromleitung durchführen! Yes! Hier ist Moor. We want moore! Eine durchaus lange Wegstrecke führt durch das Moor. Fast grenzenlos. Man bekommt eine Ahnung. Welche Barriere das Moor einmal war. Wie dünn der Verkehr. Die Besiedlung. Die Vegetation, die Lebewesen im Moor, die Bewirtschaftung des Moores, der Raubbau, das Leben im Moor werden an einzelnen Stationen behandelt. Ein neu angelegter Bohlenweg demonstriert frühere Verkehrsverhältnisse. Die Bohlen sind nicht immer völlig fest, wackeln, knarzen. Moorfeeling pur. Man sollte sich für dieses Stück Moor Zeit nehmen. Die Kinder mal abschalten.

 

 

Die Weiterfahrt führt um das Moor herum. Es überschneiden sich bei den Erklärungstafeln nun verschiedene Moorwege. Irgendwann dann doch die Zahlentafeln am Wegrand verloren. Die Orientierung ohne Planschau bieten sollen. Aber wohl eher aus Begeistung. Zudem aus Kenntnis von schönen Wegen. Auf denen man die Heimkehr in Richtung Westerstede anradelt. Sie hatten also doch recht. Ein Verfahren war nicht möglich. Sofern kein Schweinehund die Nummernschilder eines Nachts austauscht. Allerdings waren kaum Radler auf dieser Strecke unterwegs. Was die scheinbare Einsamkeit der Moorregion hervorhub. Wie das Stapeler Moor bereits auf ostfriesischen Boden. Ein Aussichtsturm erlaubt die Sicht auf dieses Meer und auf das Stapeler Moor. Eine angebrachte Übersichtskarte zeigt mit deutlich blauer Färbung den beträchtlichen Umfang an. Ein Sandweg markiert das Ende des Naturareals. Auch ein Moor kann die wunderbare wenn auch menschlich berührte Erhabenheit der Natur wiedergeben.

 

Das Stapeler Moor ist kein unberührtes Moor, Hochmoor. Sondern neu gestaltet, nachgebaut. Das Lengener Moor wurde ab 1936 großflächigst abgetorft. Der Torf war das Brennmaterial für das Kraftwerk in Wiesmoor. Erst 1998 beendete man den Torfabbau. Ein Restmoorschatz – das Stapeler Moor - verblieb. Die Gräben zur Entwässerung wurde abgedichtet. Die Flächen wurde eingedämmt, damit in den neuen Poldern sich das Regenwasser anstaut. Botanische Schätze sind Beinbrech, Sonnentau, Gagelstrauch (früher im Bier enthalten), Wollgras, Torfmoos, Pfeifengras. Einige Libellenarten schwirren herum, die Kreuzotter bleibt versteckt. Auf dem Bohlenweg lungern gelegentlich Eidechsen herum.

 

 

 

 

 

Astederfeld


 

 

 

 

 

 

 

 

Landschaft der Kolonisation. Des Moores. Der Siedler. Mit dem Rad ist hier von Ammerländer Seite aus kaum noch direkt ans Moor zu kommen. Immerhin. Es gibt von der Touristik her einen markierten Moorradelwanderweg. Maisfelder, Weiden, Birkenalleen haben den Platz des Moores auf Ammerländer Seite fast überall eingenommen. Windräder sind in dieser Abgeschiedenheit platziert. Wenn auch schon auf ostfriesischem Gebiet. Diese tangieren nur wenige Siedlungen. Permanente Geräuschkulisse ist gegeben. Weit sichtbare Zeichen in der Landschaft. Permanente Drehwirkung vor den Augen. Seltener Anblick des Schattenspiel eines Windrades. Das sich kurz periodisch auf einem Weg in der Nähe auswirkt. Rasend schnelle Wiederkehr des Schattenwurfes. Notwendige Energiewende gegen Wohnen im Grünen? Das Baasenmeer Moor / Herrenmoor Richtung Hoheliet sollte aber nicht übersehen werden, auch wenn es heute nahezu im Abseits liegt. Hier hat zwar die Birke auf den abgetrockneten Flächen längst die Überhand gewonnen. Es gibt dennoch einen wichtigen Einblick in die Vergangenheit des Moores und in Ammerländer und Friesische Landschaftsbeziehungen. 

 

 

 

 

 

 

 

Radtour nach Neuenburg-Urwald


 

 

 

 

 

Vor Moorwinkelsdamm lassen sich im begleitenden Wald noch Reste eines ehemaligen Hohlweges erkennen. Beiderseitig Wegbänke, der Weg selbst fast durchgängig wässerig-sumpfig. Bei Moorwinkelsdamm wird zunächst nach Resten der Bahnlinie geschaut. Diese war hier zweispurig wegen dem dortigen Sandabbau. Entlang der Strasse finden sich von dieser abbiegend, zwei parallel verlaufende breite Wegführungen, die das Nebengleis andeuten (können). Allerdings sind neben den Radweg auch noch breite Streifen mit Pioniervegetation zu bemerken. Auch hier könnte das Nebengleis gewesen sein.  

 

In Bredehorn gibt es noch einen Flurnamen Landwehr. Die Altenburger Grafen versuchten die Friesische Wehde nach und nach in ihren Besitz zu bekommen. Die Landwehr war ein früh angelegter Schutz gegen die Friesen an einer Engstelle zwischen undurchlässigen Mooren bzw. Heiden. Die Gaststätte Soundcheck / Stiener Kroog markiert ungeführ den ehemaligen Standort. "Der Ammersche Weg" zeigt noch alte Beziehungen an. Begleitet von kräftigen, hohen Wällen. Die Klosterhöfe erinnern an die ehemalige Kommende der Johanniter, die im Grenzgebiet zwischen Ammerland und Friesland sich ansiedelten. Kurz vor Neuenburg macht die Pingo-Ruine, eine Erdhöhenschichtung bzw. Vertiefung aus der Weichseleiszeit auf sich aufmerksam.  

 

Dann der sogenannte Neuenburger Urwald. Der viele Jahrhunderte lang Allmende, Hutewald war. Also menschlichen und tierischem Einfluss unterlag. Erst ab 1830 wurde auf die Holznutzung verzichtet. Trotzdem gibt der Urwald eine Ahnung, wie früher die Wälder Norddeutschlands ausgesehen haben könnten. Viel "Tot"holz sammelt sich an. Am Rand des Urwalds ein "Totenweg". Bei soviel Totenkult: Im Mai 1931 war auch Adolf Hitler in diesem Urwald. Mit Rudolf Heß und dem NS-Gauleiter Röver. Kaffeetrinken bei der Jagdhütte. Der Urwald mußte desweiteren für eine Germanisierung des deutschen Waldes herhalten. Mit dem Film "deutscher Wald, deutsches Schicksal". Steinere Reste eines wegen diesen Filmes errichteten (Pseudo)Germanendorfes sind noch zu finden. Neuenburg hat einige Highlights der Architektur, ein feines mit Wassergraben umgebenen Schloss, einen filigranen Bahnhof mit Gleisresten, eine anspruchsvoll gestaltete Möbelmanufaktur, einen kleingliedrigen Industriebau der Norddeutschen Maschinen- und Fahrzeugzentrale, die imposante Gastwirtschaft Neuenburger Hof. Genauer hinschauen lohnt sich. 

 

 

 

 

 

 

 

Neuenburg Zetel Bockhorn 2013


 

 

 

Die ehemalige Bahnstrecke von Neuenburg nach Zetel ist nun ein gern frequentierter Radweg. In Zetel trauert man mit der Benennung von möglichst vielen Wegen und Straßen mit "Bahn" vergangenen Eisenbahnzeiten nach. Der Bahnhof, nun in privater Hand, abseits liegend. Bockhorn & Grabstede  gehören zur Klinkerepoche.

 

 

 

 

 

 

 

Reise nach Amerika


 

 

 

 

 

 

 

 

Am Tag der Arbeit steht die Reise nach Amerika an. Da nach dem Kafka'schen Verschollenen die Fahrt nach Amerika per Schiff nicht konfliktfrei verläuft, wird der Landweg über Rußland genommen. Dazu zuerst mal Richtung Remels. Auf der alten Verbindung von Moorburg über Großsander. In Großsander gibt es einen Burgweg. Aber wo lag die ehemaligen Burg der Friesen? Dabei kommt die Frage auf, wie denn bautechnisch der Postweg ab 1734 durch das ca. 7,5 km breite Lengener Moor angelegt werden konnte. Zunächst mit einem Kanal, der entlang des geplanten Postweges das Gelände entwässerte. Damit gewann man auch das Material für den anzulegenden Dammweg. Das Moor senkte sich aber auch noch nach Anlage des Weges, so dass der Damm öfters nachgebessert werden musste.

 

Torfabbau zeigt, dass das Moor immer noch rudimentär vorhanden ist, obwohl nun eine Ackerbaulandschaft links und rechts der Strasse dominiert. Bei Remels verläuft der Nordgeorgsfehnkanal, über den das Wiesmoor entwässert wurde. Der Kanal weist auch Schleusen auf, um Höhenunterschiede überwinden zu können. Das Wiesmoor bzw. Neudorfer Moor sind entlang des Kanal stark mit Birkenwuchs besetzt. Teilweise zeigen sich erstaunliche Höhenunterschiede im Moor. In Wiesmoor ist Frühlingsfest. Die Massen bewegen sich dorthin. Das Rad nicht, denn nun geht es weiter gen Friedeburg. Die Geestlandschaft überwiegt hier. Die Friedeburg war gegen die Oldenburger gerichtet, die wiederum ihre Burgbauten wie in Neuenburg gegen die Friesen errichteten.

 

Wo ist Rußland? Wo ist Amerika? Wo sind die grünen Ortsteilschilder mit dem Namen Rußland und Amerika? Wenigstens die Hinweisschilder Rußland - Amerika sind noch vorhanden. Eine Beweis braucht man ja schließlich für diese Reise. Amerika ist sehr lieblich, ländlich, bäuerlich. Tatsächlich ein gelobtes Land Gottes. Kräftig-hohe Wälle zwischen den bäuerlichen Feldern. Schön eingerahmt mit Baumreihen 

 

Nun noch nach Marx. Zu den letzten Marxisten? Wie heißen sich denn eigentlich die Einwohner von Marx? Marxener? Marxis? Marxer? Wie auch immer. Hier wird Marx noch hochgehalten. Zumindest auf einem schmucken Maibaumpfahl. Im Landgasthof Marx kann man auch sich verköstigen zu lassen. Sofern Kapital vorhanden. Das Kriegerdenkmal 1871 hat die Stahlhelm Ortsgruppe Marx spendiert.

 

Weiter geht's Richtung Bentstreek, Richtung Lengener Meer. Vorbei an Heikes Moorcafe, das mit Hofwirtschaft lockt. Senioren haben biertrinkend den Raum um den Aussichtsturm am Lengener Meer besetzt. Also einfach weiter zum Spolsener Moor. Heidschnucken an verschiedenen Stellen. Ebenso Informationstafeln zur Bewirtschaftung, Flora des Moores, das hier schon tiefen menschlichen Kultivierungseinfluss aufweist. Erstaunlich die Höhenunterschiede im Moor. Sogar ein richtiger Berg, der einige Meter Höhenunterschiede zum übrigen Geländeniveau hat, ist zu sichten. Man ist beeindruckt. Beim Astederfeld fragt man sich, wem denn nun die eingezäunten Seen gehören. Geht das nicht offener? Eine Weide, tierisch vollbestückt, hat inmitten eine wunderschöne Vertiefung. Mit Bäumen besetzt. Nun Richtung Hoheliet. Die auch am Feiertag arbeitenden Bauern erzeugen eine kräftige Staubfront. Mit ihren Maschinen. Zudem tut langsam der Rücken weh. Kein Wunder bei einer Tour über Rußland - Amerika. Wenn auch nur eine fünfeinhalbstündige. Amerika - Friedeburg ist eine Reise wert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jührdener Feld


 

 

 

 

 

Im Grenzgebiet zwischen Ammerland und Friesland legten die Johanniter Klosterhöfe und eine Burg an. Als die Friesische Wehde den Friesen an die Oldenburger abhanden kam, übergaben nun die Johanniter an die Oldenburger Grafen ihre Verpflichtungen. Mit der Reformation wurden die Johanniter aus den oldenburgischen Landesgrenzen hinaus befördert, sind allerdings in der Notfallrettung heutzutage wieder zurückgekehrt. Auf der Swingolf-Anlage wird auch mancher der vergrößerten Golfbälle aus dem Playground in den daneben liegenden Graben befördert. Oder ins dichte Gehölz. Reste des Bockhorner Moores sind noch anzutreffen. Allerdings liegen diese umfangreichen Reste abseits. Ein Hinweisschild erklärt den Fund einer Moorleiche 1934. Und warum die Moorleichen noch gut erhalten sind.

 

 

 

 

 

Detern, Aper Tief, Jümme


 

 

 

 

 

Das Aper Tief setzt sich nach dem ammerländischen Holgast - wiederum früher mit einer Schanze befestigt - in Richtung Detern fort. Bis zur Jümme. Detern sollte ein zweiter Blick gegönnt werden, sonst wird das interessante Innere übersehen. Ein Ort, der früher quasi zentrale Funktionen hatte: Molkerei, 12 Gaststätten - von deren Rest gerade eine verkauft werden soll, eine gerade dienstags - als der Ortsbesuch anstatt - Ruhetag hatte; einen beschiffbaren Landwehrgraben. Noch um 1870 sollen Segelschiffe aus dem Ammerländer Teil des Apener Tiefs kommend in Richtung Amerika gesteuert haben. Detern hatte zwei Schanzen - der Standort der südlichen ist mit einem Schild markiert. Der alte Heerweg kann noch anhand der Straßenbeschilderung nachgefahren werden.

 

 

 

 

 

 

Friesische Wehde


 

 

 

 

 

 

 

Die friesische Wehde, Geestgelände mit oft erkennbaren Höhenunterschieden, waldreich. Bauernland. Die Felder, oft noch kleinstrukturiert, mit Wällen, Baumreihen an den Grenzen. Die Baumgärtnerei wie im Ammerland ist hier zurückgetreten. Das macht das Landschaftsbild bäuerlicher, da die Geometrie der Baumpflanzungen fehlt. Der Ton bildet die Grundlage der Klinkerindustrie. Die in Bockhorn ihr Zentrum hatte. Allerdings wanderten die Saisonarbeiter aus dem Raum Lippe zu. Wann hat denn je ein Kiosk einen so schönen Namen getragen wie "Zum Ostindienfahrer"? In den bäuerlichen Reetdachhäusern wohnt nun der sanierungsfähige gutsituierte Mittel- und Wohlstand. Neben die Landwirtschaft tritt immer mehr der Freizeittourismus. Auf einem Feld an der "Lebensstraße" in Richtung Grabhorn sind Umrisse einer "Pingo-Ruine" erkennbar. Die "Hohe Burg" der Johanniter liegt mehr als versteckt. In einer wunderbar kleinteilig strukturierten Landschaft. Die sich zudem mit leichten Gefällen stark gliedert. Und eine wundervolle Landschaftsschau bietet.

 

 

 

 

Strasse Jührdenerfeld


 

 

Die Straße durchs Jührdener Feld von Linswegerfeld bis Altjührden wird gerne durchfahren. Auch bebosselt. Sie führt vom Moor zur Geest der Friesischen Wehde.

 

 

 

 

 

Küste Dangast - Varel


 

 

 

Touristisch stark frequentiert sind die beiden Orte mit Meerzugang Dangast und Varel-Hafen. Auf den schmalen Straßen Dangast kann sich die Blechlawine nur langsam vorwärtsbewegen. Bei Gegenwind wird die Radfahrt entlang des Dammes zur harten Treterei.

 

 

 

 

 

 

Nordgeorgsfehn


 

 

Der Nordgeorgsfehnkanal unterstreicht allein schon mit seiner Breite die ehemalige Bedeutung als einer der größten Moorentwässerungskanälen Ostfrieslands. Schleusen, Brücken, Schiffe wie das ehemalige Torfschiff Ella untergliedern die Aufgrund der Länge etwas entstehende Langeweile des Kanalbeschaus. Highlights sind Gebäude wie das Schöpfwerk, das der Hollener Ehe gewidmet ist. Wer hat da wen geheiratet? Der Nordgeorgsfehnkanal den Zufluß der Ehe. Abbiegend vom Kanal in Richtung Hollen tangiert man schon den "Nordpol". Aha! Zumindest behauptet ein Hinweisschild diesen geographischen Ort.