Bauernhöfe II 

 

 Bauernhof Linswege I

 

 

Hier wird die baulich-ästhetische Wirkung des ammerländischen Bauernhofes völlig aufgegeben. Das Wohnhaus hat sich von der Eingebundenheit in bäuerliche Nutzung wie Speicher, Kuhstall verabschiedet und steht isoliert. Das gibt dem Gebäude, das als bäuerliches nicht erkennbar ist, die Form eines ländlichen Herrensitzes. Hier wurde wohl schon immer größer gedacht und gewirtschaftet.

 

Bauernhof Linswege I

 

 

 

 

Linswege I


 

 

 

 

 

 Bauernhof Garnholt I

 

Hier bekommt der Beschauer von außen Einblick in die Arbeit der Kühe beim Gemolkenwerden. Den Hof ziert ein Turm, ein übrig gebliebener Rest einer Mühle. In der Nähe verläuft auch ein Mühlenweg. 

 

Bauernhof Garnholt I


 


   

 

 

 

Garnholt I


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Bauernhof Fikensolt

 

Die dichte Zusammenwirkung des reetgedeckten niedersächsischen Bauernhauses und der winklig angeordneten landwirtschaftlichen Nutzgebäude überzeugt den Betrachter sofort. Die noch nicht erfolgte Modernisierung des Wohnbereiches, das in sich zusammensinkende Reetdach verdeutlichen, dass hier die bäuerliche Arbeit gegenüber der Reproduktion im Vordergrund steht. Der Grünanstrich mit weißen Streifen der Tore, Türen, Fensterläden ist dominant und ist auch an vielen Bauernhöfe zu sehen. Der Stall, ebenfalls Alterspatina tragend, hat das Hoftor ostfriesisch an der Außenwand. Das Gebäude erreicht allerdings nicht die typische Höhe eines Ostfriesenhauses.    

 

 

 

 

Bauernhof Fikensolt

 

 

Bauernhof Fikensolt


 

 

 

 

 

 

 

 

Schlossgut Fikensolt

 

Ein tiefe Überraschung bietet die Annäherung an das Gut. Von der Straße nach Ocholt aus, kann man schon die Größe des Gutes überblicken. Die Zufahrt zum Gut, unterhalb des Schlosses, ist eher verdeckt und bietet ästhetische Einsichten. Steht man auf dem Hofgelände, wird man zunächst von der großen Wucht des nach ostfriesischer Art errichteten Hauptgebäudes eingenommen. Der Blick in das obere Rundfenster und die getönten blauen Fenster zeigt nicht Erwartetes. Ein Davidstern ziert das Rundfenster und bringt einem damit zum Nachdenken. Zur Einkehr in die Vergangenheit Westerstedes. Zum Nachdenken über den historischen Zusammenhang von bäuerlichen und jüdischen wirtschaftlichen Beziehungen im Ammerland, in Westerstede und deren Ende im Dritten Reich. Tot auf seiner Weide im Fikensolterfeld fand man 1933 den Viehhändler Karl Polak. Eine sehr überraschende Erinnerungsstätte. Wenn auch wohl nicht bewußt. Nun schaut man öfters auf das Rundfenster bei Radtouren. In welchem Stil es gestaltet ist. Und schon in Garnholt findet man auch wieder den Davidstern. Also wohl doch eher ein reines Gestaltungsmittel denn eine Erinnerungssymbolik. Wenn auch selten. Dennoch interessant.  

 

 

 

Schlossgut Fikensolt

 

 

 

 

 

Schlossgut Fikensolt


 

 

 

 

 

 

 

 Bauernhof Garnholt II

 

 

Inzwischen ein Hof eines Holzbearbeiters- und -veredlers. Mit altem Spieker immer noch ein voller lieblicher Anblick. Ein echter Blickfang dieser Hof.